Das Wetter, am 25. April, zeigte sich zwar von seiner sonnigen Seite, dennoch wurden die Passagiere in den Flugzeugen des Feuerwehrflugdienstes (FFD) ein wenig durchgeschüttelt.
Der Stützpunktleiter für den FFD-Standortes Lüneburg, Torsten Hensel, eröffnete das alljährliche „Anfliegen“ des Feuerwehrflugdienstes des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (LFV-NDS) mit den allgemeinen Neuerungen und Veränderungen.
So sind für den Flugstützpunkt Lüneburg acht Neuzugänge zu verzeichnen, die ihre Lehrgänge an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) absolviert haben. Schwerpunkte des Lehrgangs zum Flugbeobachter sind das Wissen über die Beschaffenheit des Waldes, Einsatztaktik, Dokumentation und Kartenkunde.
Hensel berichtete weiter über den Ausbau der Kooperationen mit der Bundeswehr und den damit verbundenen Wunsch eines neuen Kamerasystems für die beiden Flugzeuge des LFV-NDS. Mit diesen Kameras wäre es möglich, auch aus großer Flughöhe, Feuer oder sogar Personen mittels Wärmebild zu entdecken Die Bundeswehr nutzt bereits ein ähnliches System, dieses ist aber für den Helikopterflug in niedriger Höhe konzipiert. Wermutstropfen dabei: Die beiden neuen Kamerasysteme kosten zusammen etwa so viel wie ein neues Flugzeug.
Ganz offiziell war bereits vorher schon ein „Anfliegen“, da das Flugzeug aus Lüneburg bereits bei einer großen Waldbrandübung in der Samtgemeinde Gellersen unterstützte. Auch dieser Sonntag diente der Übung, so mussten die beiden LFV-Flugzeuge aus Hildesheim und Lüneburg zwei mögliche Einsatzorte anfliegen und einen möglichen Waldbrand entdecken. Die beiden Übungsorte befanden sich in der Samtgemeinde Dahlenburg und Amelinghausen. Die Besatzung musste die Rauchentwicklung im Waldgebiet entdecken und die Feuerwehrfahrzeuge aus Dahlem bzw. Rehlingen, von oben zum Einsatzort leiten.
Zum niedersächsischen Feuerwehrflugdienst:
Der Flugdienst ist eine Einrichtung des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen und wird im Auftrag des niedersächsischen Innenministeriums betrieben. Die Hauptaufgaben sind neben der Waldbrandüberwachung, die Einsatzunterstützung der am Boden wirkenden Einsatzkräfte. Der Flugdienst ist das „Auge“ und beobachtet die Brandentwicklung am Boden, um rechtzeitig die Bodenkräfte über Richtungsänderungen des Windes, des Feuers, des Rauches oder auch wenn sich neue Brandherde entwickeln.
Weitere Informationen unter: https://www.lfv-nds.de/arbeitskreise/feuerwehr-flugdienst
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